Goldene Bilanzregel


Wie wird die goldene Bilanzregel berechnet?

 

Die goldenen Bilanzregel fordert, dass die langfristig an das Unternehmen gebundenen Anlagegüter durch langfristiges Kapital – in erster Linie durch Eigenkapital – gedeckt sein müssen, während das Umlaufvermögen durch kurzfristiges Kapital gedeckt sein kann.

Enge Fassung: Eigenkapital / Anlagevermögen muss grösser als 1 sein

Erweiterte Fassung: (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen muss grösser als 1 sein

 

Das Gabler Wirtschaftslexikon hat hier ein sehr gutes Mindmap erstellt zur Visualisierung.

 

 

Warum findet die goldene Bilanzregel verbreitet Beachtung?

 

Anhand dieser Kennzahl erkennt man schnell die finanzielle Stabilität einer Unternehmung. Ausserdem ist es wichtig, dass eine Unternehmung nicht durch schnell ändernde Rahmenbedingungen aus dem Gleichgewicht geraten kann. Gerade im Bereich Bankkredite hat die Finanzkrise gezeigt, dass die Banken sehr schnell nervös werden können. Der Shareholder Value Ansatz zwingt grössere Firmen aber auch dazu, eine gute Eigenkapitalrentabilität auszuweisen, sodass heute Bilanzen mit 80% EK selten geworden sind, da man das EK möglichst minimiert.

 

 

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